Kapverden - Insel Santiago

Ihr Ferienort

  • Santiago ist die grösste und zugleich grünste aller Inseln. Praia, die Hauptstadt der Kapverden, liegt im Süden der Insel. Mit 130‘000 Einwohnern ist sie die grösste Stadt der Kapverden. Sie ist wirtschaftliches Zentrum der Insel, wo sich Geschäftsleute und Diplomaten aufhalten. Doch auch touristisch lohnt sich ein Besuch von Praia: Das Platô, wie die erhöht liegende Altstadt genannt wird, besticht durch die hübschen Gässchen und den quirligen Gemüsemarkt. Doch auch den Trödelmarkt Sucupira sollte man bei einem Besuch Praias auf keinen Fall auslassen. Nur ca. 10 km von Praia entfernt kann man in ein düsteres Kapitel der kapverdischen Geschichte eintauchen: im malerischen Örtchen Ribeira Grande (Cidade Velha), wo die ersten Siedler an Land kamen, steht noch heute der Pranger, wo die Sklaven zum Verkauf angeboten wurden. Die hübschen Häuser in der Rua Banana wurden mit Hilfe der UNESCO wieder originalgetreu aufgebaut und gehören seit 2009 zum Weltkulturerbe. Auch das Fort Real São Filipe, welches über Ribeira Grande thront, sollte man unbedingt besuchen. In der Inselmitte befindet sich die Stadt Assomada, das landwirtschaftliche Zentrum. Jeden Mittwoch und Samstag ist Markttag und in den Strassen reihen sich bunte Marktstände aneinander, die von Gemüse über Kleider und Möbel so ziemlich alles anbieten, was man zum Leben braucht. Von Assamoda aus erreicht man in einer einstündigen Wanderung den Poilón, ein Kapokbaum mit gigantischen Ausmassen. Der 30 Meter hohe Baum gilt als älteste und grösste Pflanze der Kapverden. Im Norden der Insel befindet sich das beschauliche Örtchen Tarrafal, welches für seinen schönen Sandstrand bekannt ist. Vor allem an den Wochenenden kommen viele Einheimische aus Praia an den mit Kokospalmen bepflanzten Strand.

Der Westen der Insel ist eher karg und unzugänglich. Im Osten jedoch befinden sich Pedra Badejo und Calheta de São Miguel zwei weitere Städtchen mit schönen Sandstränden.

Santiago wird von zwei Gebirgsmassiven, welche sich bestens zum Wandern eignen, durchkreuzt. Im Zentrum um den Berg Pico do António (mit 1394 m die höchste Erhebung der Insel) und der Serra Malagueta im Norden Santiagos, welche ein Naturschutzgebiet ist und durch bizarre Felsformationen besticht, gibt es mehrere Wanderwege für jedes Niveau. Besonders bekannt ist die traumhafte Wanderung durch das Gom Gom Tal der Serra Malagueta. Hier versteckten sich früher die Rebelados, die Rebellen, welche als Symbol des Wiederstandes gegen die Kolonialregierung galten. Sie leben noch heute in relativ abgeschlossenen Gesellschaften nach eigenen religiösen Vorstellungen.

Hotels

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Das im 2016 komplett renovierte Hotel "Praiamar" der Oasis-Gruppe bietet 123 Zimmer unterschiedlicher Kategorien an. Die Lage auf einem Felsvorsprung mehr...
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Leicht erhöht über dem Meer im Nobelviertel Prainha befindet sich das wohl renommierteste Hotel Santiagos: das Pestana Tropico. mehr...
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Die Lage auf einem Felsvorsprung direkt am Atlantik und die Nähe zum Strand “Praia Quebra Cancela” sind nur einige Pluspunkte des Mittelklasshotels mehr...
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Direkt gegenüber der “Praça Municipal“ (gratis WIFI auf der Praça), dem Hauptplatz auf dem Plateau, liegt das komfortable Stadthotel Praia Confort. mehr...
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Das kleine gemütliche Gästehaus O Jardim do Vinho wird familiär und mit viel Liebe zum Detail geführt. mehr...
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Im Zentrum von Assomada und nur wenige Schritte vom Hauptplatz entfernt liegt das einfache, aber charmante Hotel Avenida. mehr...
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Im Naturpark der Serra do Pico d’Antonia gelegen, ist die Quinta da Montanha das ideale Hotel für Wander- und Naturfreunde. mehr...
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Das King Fisher Village an der Nordküste steht unter schweizer Leitung und ist wohl eine der besten Unterkünfte auf Santiago. mehr...
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Der Schweizer Andreas hat sich hier seinen Traum erfüllt und ein Gästehaus mit nur 4 Zimmern eröffnet. mehr...
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Im neuen Dorfteil von Tarrafal gelegen, befindet sich die "Vila Strela", eine kleine, charmante Unterkunft mit Schweizer Führung. Es werden nur 4 mehr...
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Die gastfreundliche Zulmeira und ihr Sohn Nary führen die kleine Residenz Tarrafal mit viel Liebe. mehr...
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Die kleine Pension "La Marea" liegt direkt im Ortszentrum von Tarrafal und ist nur ca. 10 Minuten vom weißen Sandstrand der Baia Verde entfernt. mehr...
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Landesinfo

Cabo Verde – no stress!

Europa? Afrika? Oder doch eine ganz eigene Welt? Die Kapverden setzen sich aus 9 Inseln zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie liegen im Atlantik zwischen Europa, Afrika und Amerika. Geografisch sind sie dem afrikanischen Kontinent zugewandt, kulturell sind sie portugiesisch geprägt. Zu den Ilhas de Barlavento (Inseln über dem Wind) gehören Sao Vicente, Santo Antao, Sao Nicolau, Sal und Boavista. Ilhas de Sotavento (Inseln unter dem Wind) werden Santiago, Fogo, Maio und Brava genannt. Eines haben sie alle gemeinsam: eine vielfältige Kultur. Die Bevölkerung besteht zu 90% aus Mulaten, eine Mischung aus ehemaligen Sklaven aus Afrika und portugiesischen Gutsherren und Seefahrern. Bis 1975 gehörten die Kapverden auch politisch zu Portugal. Nach der Unabhängigkeit wird die Republik Kap Verde, so die offizielle Bezeichnung, demokratisch regiert. Der Verwaltungshauptsitz ist auf der Insel Santiago.

Die Kapverden sind ein Reiseziel für Jedermann. Denn jede der 9 Inseln bietet seine Eigenheiten: lange Sandstrände, grüne Wanderparadiese, menschenleere Wüsten, lebhafte Musikmekkas, einsame Dörfer und hektische Grossstädte. Wichtig ist, sich vorher über das jeweilige Reiseziel zu informieren. Das Motto der Kapverden lautet NO STRESS - und das wird auf jeder Insel so gelebt. Man darf nicht vergessen, dass der afrikanische Einfluss gross ist. Stromausfälle, Flugverspätungen und lange Wartezeiten in Restaurants gehören ebenso zur Tagesordnung wie die Herzlichkeit der Bewohner. Morabeza ist die Bezeichnung für Gastfreundschaft in Kriolu, der Sprache der Einheimischen. Amtssprache ist Portugiesisch. In den meisten Ferienorten und Unterkünften wird aber auch Englisch oder Französisch gesprochen.

Durch die Lage am nördlichen Wendekreis und am Äquator scheint auf den Kapverden ganzjährig die Sonne. Am kältesten ist es im Februar mit 20 bis 25 ° C und am heissesten wird es im September, wenn die Temperaturen auf 32 ° C steigen können. Der Passatwind beschert den Barlavento-Inseln einen kühlenden Wind. Die Soltavento-Inseln hingegen leiden besonders in den Sommermonaten unter der hohen Luftfeuchtigkeit. Regen fällt auf den Inseln, wenn überhaupt, nur in höheren Lagen und zwischen August und Oktober zur Regenzeit. Die Wassertemperaturen hingegen sind ganzjährig angenehm und liegen zwischen 22-27 ° C.

Dank 350 Tagen Sonnenschein jährlich sind die Einwohner einiger Inseln wahre Meister im Anbau tropischer Früchte. Vor allem auf Santiago, Santo Antao und Fogo wachsen Papayas, Mangos, Ananas und Bananen. Die Menge ist für den Export jedoch zu gering und wird hauptsächlich auf den Kapverden selber konsumiert. Nicht minder erwähnenswert ist der Kaffee, welcher auf der Insel Fogo angebaut wird und sich bei Einheimischen wie Touristen grosser Beliebtheit erfreut. Nicht fehlen darf auch der Grogue, ein hochprozentiger Zuckerrohrschnaps, welcher in einem Trapiche (Zuckerrohrpresse/Destilerie) hergestellt wird. Der Beste kommt von der Insel Santo Antao. Die abgeschwächte Variante, eine Mischung aus Grogue und Zuckerrohrsirup, nennt sich Ponche. Geht man auf den Kapverden in ein lokales Restaurant essen, steht immer eine kleine Flasche mit einer roten Flüssigkeit auf dem Tisch. Piri Piri, besser bekannt als Malagueta, ist eine scharfe Sauce aus Chillischoten. Sie zeigt nicht nur den afrikanischen Einfluss in den Essgewohnheiten, sondern tötet auch jeden Keim ab. Die Gewässer um die Kapverden haben einen grossen Fischreichtum, welchen man auf einer Reise nicht ignorieren sollte. Hier findet man Leckerbissen, die bei uns nur selten auf den Tisch kommen: Thunfisch, Makrele, Moräne, Hummer und Langusten. Wer an einheimischen Spezialitäten interessiert ist, sollte die Cachupa probieren. Es handelt sich um einen Eintopf aus Bohnen, Mais, Yams, grünen Bananen, Süsskartoffeln und Kohl. Traditionell wird die Cachupa über dem offenen Feuer über mehrere Stunden gekocht. Die Deluxe-Variante nennt sich Cachupa rica und enthält zusätzlich verschiedene Wurstsorten, Schweinefleisch, Pouletfleisch und Fisch. Wer eine längere Wanderung plant, sollte zum Frühstück eine Cachupa guisada bestellen. Der Eintopf vom Vortag wird in der Bratpfanne gebraten und mit einem Spiegelei serviert - schmeckt hervorragend und macht für Stunden satt!

Die Bewohner der Kapverden sind kein reiches Volk. Dies ist an allen Ecken und Enden ersichtlich. Man darf nicht vergessen, dass es sich um ein Drittwelt-Land handelt. Viele Familien wohnen mit drei Generationen in einem Haus mit höchstens zwei Zimmern. Viele Kinder in abgelegenen Regionen tragen alte, zerschlissene Kleidung und haben selten die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, da sie den Eltern auf dem Feld helfen müssen. Da verwundert es nicht, dass es, vor allem in grösseren Touristenzentren, viele Bettler gibt. Man sollte nie direkt Geld geben, sondern die Menschen zum Essen einladen, ihnen ein Getränk kaufen oder sich an Organisationen vor Ort wenden, welche die Spenden gerecht verteilen. Auf Wanderungen durch die Bergwelt freuen sich die Bauern, wenn man ihnen ein paar Früchte abkauft. So hat man Vitamine für unterwegs und sichert dem Bauern einen kleinen Verdienst.

Die Kapverden sind ein lohnenswertes Reiseziel für alle Sinne! Wer an fremden Kulturen, Bräuchen und Lebensarten interessiert ist, wird die Inseln und ihre Bewohner sofort in sein Herz schliessen. Voraussetzung sind eine offene Art und dass man sich auf Land und Leute einlässt. Und das Motto der Bewohner sollte schon bei der Landung verinnerlicht werden: NO STRESS.

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