KAPVERDEN-Reise des Amin Travel-Teams im August 2024

Zwei Team-Mitglieder von Amin Travel waren für 10 Tage auf den Kapverden, um Unterkünfte anzusehen und zu schauen, was es Neues auf den Inseln gibt. Hier eine kleine Zusammenfassung unserer Reise.

Wir haben insgesamt 4 Inseln besucht: Santiago, São Vicente, Santo Antão und Sal.

Teil 1: SANTIAGO
Santiago ist die grösste und die Vielfältigste aller Inseln und das hat sich auch auf dieser Reise wieder bestätigt. Gestartet sind wir in Praia, der Hauptstadt. Sie ist die grösste Stadt des Inselstaats und gleichzeitig auch Regierungssitz. Es gibt drei Viertel, welche für Touristen interessant sind: Platô, Achada de Santo António und Prainha. Gewohnt haben wir in Achada de Santo António in einem charmanten Gästehaus, dem Salav. Die Zimmer sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und die Einrichtung ist ein gelungener Mix aus Antiquitäten und modernen Elementen. Jedes Zimmer hat ein privates Badezimmer. Von Achada de Santo António aus ist man in 10 Gehminuten in Prainha, dem Hotel- und Strand-Viertel der Stadt. Es gibt zwei schöne Strände mit schwarzem Sand und Strandbars. Auch einige Bars, Restaurants und Cafés sind vorhanden. Am Wochenende sind viele Einheimische anzutreffen und es finden nicht selten Konzerte und Festivals statt.

Mit dem Taxi fährt man dann aufs Platô in die Altstadt (ca. 10 Fahrminuten, 200 ECV = ca. € 2.00). Hier wurde die Avenida Amilcar Cabral, welche nach dem Freiheitskämpfer benannt wurde, aufgewertet. Die autofreie Strasse lädt zum Bummeln ein. Es gibt Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants. Hier befindet sich auch die Markthalle, in welcher man täglich frische Lebensmittel findet. Ein Besuch lohnt sich vor allem vormittags, wenn das Gewusel am grössten ist. Man fühlt sich wie in Afrika!

Von hier aus gelangt man nach einem kurzen Spaziergang zum Sukupira, dem «Flohmarkt». Doch es ist kein Flohmarkt wie wir ihn in Europa kennen, sondern ein «Allerlei»-Markt. Hier findet man von Schuhen über lebendige Hühner bis zum Sofakissen alles, was man zum Leben braucht. Gekauft haben wir nichts.

Nachmittags haben wir eine kleine Wanderung von Calabaceira nach Cidade Velha (Ribeira Grande) gemacht. Die Wanderung führt durch das ausgetrocknete Tal des Flusses Ribeira Grande. Hier ist die Landschaft wunderbar grün und tropisch. Wir sind durch Bananenplantagen und an riesigen Baobab-Bäumen vorbeigelaufen. Highlight war die Sichtung einer Affen-Kolonie. Sie sind zwar vor uns geflüchtet. Dennoch konnten wir einen Blick auf einige der hier ansässigen Grünen Meerkatzen werfen. Toll! Ein weiteres Highlight war die Sichtung von mindestens 20 Eisvögeln (Graukopfliest, King Fisher) auf dem Weg. Diese Vogelart nistet nur auf der Insel Santiago und ist auf keiner der anderen Kapverden-Inseln aufzufinden.

  

Ein weiterer Tag auf Santiago führte uns in die Inselmitte nach Assomada, dem landwirtschaftlichen Zentrum der Insel. Hier gibt es diverse Marktstände und man findet das frischeste Gemüse und die frischesten Früchte. Von Assomada aus haben wir eine kleine Wanderung zum Poilon, dem ältesten Kapokbaum der Kapverden gemacht. Die Strecke ist gut begehbar und gemütlich und führt vorbei an Feldern, Gärten und entlang diverser Bäume (Mango, Bananen, Avocados). Neu gibt es beim Poilon eine Aussichtsplattform inklusive Bar und Toiletten. So kann man hier gut eine Kaffee-Pause (bei uns wars eine Bierpause) machen, bevor es wieder zurückgeht.

  

Von Assomada führt eine schöne Panoramastrasse in den Gebirgszug der Serra Malagueta. Malagueta ist auch das portugiesische Wort für Chili. Wenn man auf den Kapverden im Restaurant eine Malagueta bestellt, kommt kein Berg und auch keine Chili, sondern eine sehr scharfe, hausgemachte Chili-Sauce auf den Tisch. Dies als kleine Anekdote. Auf unserem Weg durch das Berggebiet der Serra Malagueta ist uns aufgefallen, dass mittlerweile viele Wanderwege beschriftet sind. Es wurden Schilder aufgestellt, somit steht einer selbständigen Wanderung eigentlich nichts im Weg. Wir empfehlen trotzdem einen Guide. Der kennt die Wege in- und auswendig, kann einem viele Infos über Flora und Fauna geben und ist bei Notfällen eine grosse Hilfe, da er die Landessprache spricht. Wir waren auf allen Wanderungen mit Guide unterwegs und haben es keine Sekunde bereut. Am Eingang zum Naturpark steht seit einigen Jahren auch das Gästehaus eines Schweizers, die Strela Mountain Lodge. Das urgemütliche Haus bietet einfache Zimmer mit privatem Bad. Im Restaurant (mit sehr gutem Essen) wird abends der Schwedenofen eingeheizt und vermittelt so das totale Bergfeeling. 

Von hier aus ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Tarrafal an der Nordküste. Der kleine Fischerort ist in den letzten Jahren fast um das doppelte gewachsen. Der Tourismus hat eindeutig zugenommen. Mittlerweile gibt es einige gute Hotels, wo früher nur B&B’s vorhanden waren. Der Sandstrand von Tarrafal ist absolut der schönste der Insel. Seit diesem Sommer gibt es sogar einen Beachclub mit Liegestühlen (gegen Gebühr). Die Auswahl an Restaurants ist auch besser geworden. Also wir finden, Tarrafal ist der ideale Ort um eine Rundreise abzuschliessen und noch ein paar Tage zu Relaxen.

Von Tarrafal aus ging es für uns dann zum Flughafen und auf die nächste Insel. Fortsetzung folgt...